Warum ein Kundenmagazin?

Vier gute Gründe, ein Kundenmagazin herauszugeben – und ein Grund, das nicht zu tun

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Grund 1: Ein guter Inhalt ist besser als zehn laute Claims. Qualitativ hochwertiges Content Marketing, wie es Kundenmagazine sind, wird immer wichtiger. Die Kundinnen von heute, gewohnt an klassische Werbeformen und abgehärtet gegenüber plumpen Slogans, suchen sich ihre Informationen selbst und wollen eigenständig entscheiden, wie und wann sie mit Marken oder Unternehmen interagieren. Darauf können Marketingtreibende reagieren, indem sie Inhalte anbieten, die ihre Zielgruppe entweder emotional ansprechen oder nützliche Informationen liefern, kurz: die dem Publikum einen Mehrwert bieten. Das hat positive Auswirkungen auf das Image, aber auch auf den Dialog zwischen Unternehmen und Kunden.

„Gerade, indem man die eigene Expertise zeigt, erzeugt man Vertrauen.“

Grund 2: Themenführerschaft zeigen. Jede Firma ist eine absolute Expertin in der eigenen Branche, jeder Tourismustreibende ist Experte für die eigene Region. Egal, ob aktuelle Trends in der internationalen Apfelwirtschaft, die besten Wanderideen für quengelnde Kleinkinder oder 25 Tipps für umweltfreundlichen Holzbau: In Unternehmen jedes Sektors schlummert Know-how, das oft nicht über die Grenzen des Betriebsgebäudes hinausgelangt. Wie schade! Denn gerade, indem man die eigene Expertise zu einem Thema zeigt, erzeugt man Vertrauen und beweist: „Wir gehören zu den Besten in der Branche.“ „Wir sind auf dem neuesten Stand.“ „Wir wissen, wovon wir reden.“ Diese drei Sätze auf ein Werbeplakat zu kleistern wäre bei Weitem nicht so wirkungsvoll …

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Grund 3: Wir machen unser eigenes Ding! Dass eine gute Marketingstrategie aus Paid Media, Earned Media und Owned Media bestehen sollte, weiß man zwar – eigentlich. In der Praxis stecken Unternehmen immer noch viele Ressourcen in Paid Media wie klassische Werbeanzeigen oder verschicken Pressemitteilungen, um am Earned-Media-Kuchen mitzunaschen. Das eine ermöglicht größtmögliche Kontrolle über das Unternehmensimage, das andere eine höhere Glaubwürdigkeit.

Dabei ist das dritte Standbein Owned Media besonders wichtig! Denn ein Corporate-Publishing-Produkt wie etwa ein Kundenmagazin vereint die Kontrolle über die eigenen Inhalte mit der hohen Glaubwürdigkeit einer redaktionellen Aufmachung. Dabei muss es nicht immer ein klassisches Printmagazin sein: Nicht für alle Marken ist das sinnvoll. Es kann auch eine tägliche Gästezeitschrift, ein kuratierter Themen-Newsletter, ein Blog mit nützlichen Brancheninhalten oder ein Geschäftsbericht mit Storytelling-Elementen sein!

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Grund 4: Loyalität ist mehr wert als ein Neukontakt. Wer auch nur im entferntesten mit Marketing zu tun hat, kennt das Konzept des Sales-Funnels – des trichterförmigen Weges vom ersten Markenkontakt bis hin zur treuen Kundin. Ein Kundenmagazin kann nicht alle Bereiche der Customer Journey abdecken, aber es ist sehr effizient in der Kunden- oder Gästebindung. Denn es ist ein Mehrwert, eine Handreichung, ein Einblick hinter die Kulissen, ein exklusiver Inhalt, der im Gast oder in der Kundin das Gefühl weckt: Hier wird mit mir auf Augenhöhe kommuniziert.

Und warum dann nicht? Wir raten tendenziell davon ab, ein Kundenmagazin herauszugeben, wenn wir merken, dass das Kommunikationsziel eigentlich ein anderes ist. Beispielsweise kann tatsächlich eine klassische Kampagne das richtige Medium sein, etwa wenn es erstmal darum geht, breite Marken-Awareness zu schaffen. Oder wenn wir feststellen: Die Inhalte, die das Unternehmen kommunizieren möchte, sind reine Produktinformationen – da eignet sich eine gut aufbereitete Broschüre mitunter besser, um zielgruppengerecht mit den Kunden zu kommunizieren.

Zum Glück schließt aber das eine das andere nicht aus! Denn in Hybridformen wie etwa Magalogen lassen sich Produkt- oder Stakeholder-Infos ideal mit Storytelling-Elementen kombinieren.

Exlibris Magazin ipoma Interpoma Messe Bozen Foto Patrick Schwienbacher

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