Das richtige Wort am richtigen Ort

Was der Unterschied zwischen Lektorat und Korrektur ist und welche Fehler uns bei unserer Arbeit am häufigsten unterkommen

Exlibris Südtirol Blog Lektorat Korrektur

„Zuteil werden“ oder „zuteilwerden“? „Fünfjahresvertrag“ oder „5-Jahres-Vertrag“? Und kann „der Mozzarella“ wirklich stimmen? Geübte Lektorinnen und Korrekturleser beantworten diese Fragen im Schlaf – oder zumindest ohne Wörterbuch.

Aber wie bestimme ich überhaupt, welche Art von Arbeit notwendig ist, wenn ich mit einem Text nicht so recht zufrieden bin? Dafür sind die folgenden Begriffe hilfreich.

Lektorat

Ein Lektorat kontrolliert auf sprachlich-stilistischer Ebene den Satzbau und die Schlüssigkeit des Textes, prüft die Einheitlichkeit, Verständlichkeit und Lesbarkeit des Textes und nimmt stilistische Eingriffe bei unglücklichen Formulierungen oder Wiederholungen vor (so wie hier).

Korrektur

Auf formaler Ebene werden Rechtschreibung und Grammatik, Zeichensetzung und Silbentrennung, Einheitlichkeit von Schreibweisen und die richtige Verwendung von Sonderzeichen kontrolliert. Ebenso prüft die Korrektur Strukturelemente wie Gliederung, Fußnotennummerierung und Überschriften.

Schlusskorrektur

Damit beim Druck wirklich alles perfekt ist, empfehlen wir eine Schlusskorrektur – auch Fahnenkorrektur genannt. Dabei werden Umbruch und Typografie eines bereits gelayouteten Textes noch einmal kontrolliert.

Faktencheck
Ein Faktencheck prüft Texte auch inhaltlich auf Herz und Nieren: Namen, Zahlen, Daten, Adressen und sonstige Informationen werden nachrecherchiert.

Bleistifte

Fehler passieren jedem beim Schreiben. Diese fünf finden wir in Texten am häufigsten:

1) Grammatikfehler passieren schnell, wenn man erst etwas tippt und später umformuliert.

2) Typografische Fehler sind zum Beispiel falsche Anführungszeichen.

3) Stilblüten und holprige Formulierungen: Nicht jeder und jede schlägt beim Schreiben gleich dem überlaufenden Fass den Boden aus. Aber wer denkt schon immer daran, dass zum Beispiel Temperaturen nicht „wachsen“, sondern „steigen“?

4) Uneinheitliche Schreibungen: „Zu Hause“ und „zuhause“, „aufwändig“ und „aufwendig“, „fo­to­gra­fisch“ und „pho­to­gra­phisch“ sind alle möglich. Aber besser nicht vermischen, sonst entsteht ein Durcheinander. Der Duden empfiehlt übrigens „zu Hause“, „aufwendig“ und „fotografisch“.

5) Falsch geschriebene Namen: Besonders tückisch, denn ob Silvia Mayr wirklich so heißt oder vielleicht doch Sylvia Mair, steht nicht im Duden.

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